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Sorry, der Bericht ist komplett, aber es sind noch einige Fehler enthalten, weil ich momentan nicht dazu komme, ihn nochmals zu redigieren.

 

 

Prolog

 

Nachdem wir 2014 von Wien bis Belgrad geradelt waren, wollten wir natürlich das letzte Stück der Eurovelo 6 auch noch fahren. Im Klartext, von Belgrad bis zum Schwarzen Meer. 

Hier aber wird es schon kompliziert: Es gibt zwei Wege, einer auf der linken, einer auf der rechten Donauseite. Dummerweise verfügt die Donau zwischen Belgrad und Ion Corvin auch nur über fünf Brücken und ein paar Fähren. Wenn man sich also festlegt auf eine Seite, dann für eine Weile, sprich rund für die nächsten zwei, drei Tage!

Wir entschieden uns während der Planung erstmal für die rechte Seite, besser gesagt, meine Frau entschied, dass wir durch Bulgarien fahren. Somit war das ausdiskutiert. 

So erstellten wir eine erste Übersichtskarte, um uns über die Strecke klar zu werden und alle Querungsmöglichkeiten der Donau auf einem Blick sehen zu können. Dazu gehören selbstverständlich auch Entfernungsangaben.

 

Zu sehen auch die zusammengefassten Höhenprofile aller Wegmöglichkeiten und alle Querungsmöglichkeiten, sowie Alternativrouten. Wichtig war uns bei der Planung schon zu wissen, welche Steigungen uns an welchen Stellen erwarten. Die Planung wird so erleichtert. Letztendlich gab es aber definitiv keine verbindliche Festlegung über die Tagesetappen außer der, dass im Schnitt 80km am Tag zu schaffen sein sollten.

Im Vorfeld lasen wir natürlich was wir so alles bekommen konnten, von Bären war da die Rede, von wilden aggressiven Hunden und Pfefferspray solle man mitnehmen... 

Wichtiger waren aber andere Informationen: Es gibt zwischen Belgrad und Constanta nur wenige Fahrradgeschäfte, in Negotin (SRB), in Ruse (BG) und in Zimnicea (RO). Ist man gerade auf der falschen Donauseite, hat man die A-Karte gezogen. Folglich sollte man wichtige Ersatzteile selbst mitführen und auch ansonsten sollte man technisch nicht ganz unbedarft sein.

 

Ausrüstung und Vorbereitung

Gepäckstücke für den Flug:

  • 2 Pakete mit 3 je Packtaschen à 23kg 
  • 2 Packtaschen à 7kg 
  • 1 Topcase <1kg
  • 2 Fahrräder, Lenker längs gestellt/foliert

Besonderheiten: 

Kopien von wichtigen Papieren und Bargeld auf mehrere Stellen verteilt, damit im Falle eines Verlustes nicht alles auf einmal weg ist. 

 

Unsere Ausrüstung

Mein Fahrrad ist bis auf kleinere Änderungen das gleiche, wie das Jahr davor. Ein Eigenbau mit Cross-Rahmen, Rohloff-Schaltung, Chainglider, aber diesmal mit einer luftgefederten Gabel. Die Räder sind selbst eingespeicht, weil ich sie so, wie ich sie gerne habe, gar nicht kaufen kann. Mein Sattel war ein gut eingefahrener Ledersattel von Gyes. Für das Gepäck standen hinten zwei große Packtaschen von Vaude zur Verfügung, vorne waren ebenfalls große Packtaschen von Ideale links und rechts am Lowrider. Der Lowrider von FAIV ist gefedert und vefügt über zwei Gleitschienen. Auf dem oberen Rahmenrohr noch eine kleine Tasche für Geld und Telefon. Mein Gepäck wog (ohne Wasser) rund 30kg.

 

Monika’s Fahrrad ist ebenfalls ein Eigenbau mit Cross-Rahmen, allerdings mit einer Shimano Alfine 11 Schaltung, modifiziertem Chainglider und ebenfalls mit einer luftgefederten Gabel. Die Räder sind, wie bei meinem Fahrrad selbst eingespeicht, Monika fährt auf einem, ebensfalls gut eingefahrenen Brooks-Sattel. Für das Gepäck standen hinten zwei Packtaschen zur Verfügung, vorne waren ebenfalls große Packtaschen links und rechts am Lowrider. Der Lowrider ist ein modifizierter Tubus Swing, also eher ein „Highrider“. Ich habe ihn mit einem Lowrider von RST modifiziert. Es wurden die Tubus Befestigungen verwendet, jedoch das Rack von RST. So hingen die Taschen tiefer, folglich senkte sich auch der Schwerpunkt. Er ist ebenfalls gefedert. Zusätzlich befand sich auf dem hinteren Gepäckträger noch ein Topcase von Ortlieb, das mittels Schnellverschluss befestigt war. Ihr Gepäck wog (ohne Wasser) ebenfalls rund 30kg. Da bei Monikas Fahrrad in der Vergangenheit die hinteren Radmuttern zum Lösen neigten, wurden sie durch Spezialmutern mit einer Exzenterklemmung versehen. Die Hebel der Klemmung wurden angebohrt und mittels Kabelbinder gegen Öffnen gesichert.

 

 

Navigation

Wir nutzten wieder die allseits bekannten Bikeline-Führer (zum Verlag), die zwar nicht perfekt sind und Fehler enthalten, aber insgesamt gesehen doch die ergiebigste Informationsquelle darstellen. Darüber hinaus hatten wir wieder die Huber Karten  dabei, die wir jedoch eher selten nutzten. Zur Vorbereitung unerlässlich, bei der Reise selbst nur dann verwendet, wenn man eine richtige Übersicht braucht, die der Bikelineführer so nicht bietet. Den Bikelineführer hatte ich komplett gescannt und im iPad abgelegt. Das iPad hatte eine wasserdiche Hülle von LifeProof und stand uns immer zur Verfügung.

Vorab hatte ich eine Gesamtkarte erstellt, auf der alle wichtigen Infos (Zimmer, Brücken, Fähren) gut gekennzeichnet waren. Auch der Garmin Oregon 600t war wieder mit dabei, natürlich mit aktuellen routingfähigen Velomaps. 

Im Gegensatz zu 2014 war dieses mal die Navigation nicht so problematisch. Es gibt auf weiten Teilen der Strecke kaum Möglichkeiten, sich zu verfahren. Speziell in der Walachei gibt es meist nur ein „noch vor uns“ und „schon hinter uns“!

Unser Oregon 600t arbeitet gleichzeitig als Datenlogger, so dass die zurückgelegte Strecken auch dokumentiert wurden. Hier unsere aufgezeichnete Tour als Gesamtübersicht.

Karte: © OpenStreetMap contributors (License)

 

Hin und Rückflug

Diesmal hatten wir beschlossen, bis Belgrad zu fliegen und den Rückflug von Bukarest aus anzutreten. Das haben wir auch im Vorfeld gebucht. Zudem nimmt die Lufthansa Fahrräder recht problemlos mit, sofern man sie vorher entsprechend anmeldet. Bei der Lufthansa brauchen die Fahrräder nicht einmal zerlegt werden, sie können einfach komplett abgegeben werden und werden auch so ausgeladen.

 

 

Impfungen:

Empfohlen ist für Rumänien die Tollwutimpfung, FSME (“Zeckenschutzimpfung”) und auch eine Tetanusimpfung. Monika erhielt alle drei Impfungen, ich konnte mir die Tetanusimpfung sparen, da ich diese schon vorher hatte. Die Kosten für die Tollwutimpfungen sind nicht gering, ein paar hundert Euro kommen da zusammen und die Krankenkasse bezahlt sie nicht! Trotzdem ist mit Blick auf die doch große Zahl an wildlebenden Hunden, mit denen man zwangsläufig Kontakt hat, notwendig und auch empfohlen. Da es teilweise Engpässe in der Versorgung mit Tollwutserum gibt, würde ich mich nicht darauf verlassen, im Notfall eine Tollwutspritze in Rumänien zu bekommen. Es ist teilweise schon in Deutschland schwer, in akuten Fällen Serum aufzutreiben!

 

Unser Gepäck:

Werkzeug mit vielen Ersatzteilen, Elektronik (wie Navi, Handy, Speicher, iPad, Ladegeräte), Campingsachen inkl. Kocher und Kleidung.

Unser Zelt war recht klein, aber leicht und gut mitzunehmen und bot trotzdem einen „Vorzeltbereich”. Oben das verpackte und das aufgebaute Zelt.

Da wir im Flugzeug zu den Rädern je nur 1 Gepäckstück à 23kg und Handgepäck à 8kg mitnehmen konnten, packten wir je 3 Packtaschen zu einem Gepäckstück zusammen und je eine Packtasche nahmen wir als Handgepäck. Und schon waren insgesamt 8 Packtaschen dabei. Monikas Topcase ging dabei als Beautycase durch. Hier die zwei Pakete, bestehend aus jeweils drei Packtaschen.

 

Unsere Ausstattungsliste:

Nachfolgend eine unsortierte Aufstellung unserer Sachen, die wir so dabei hatten. 

Büro: 

10 AA NiMH + 8x Lader, 2 Kugelschreiber, 2 x Powerbank, Auslandskrankenversicherung, Bargeld A (€/HUF/RSD/RON/BGN), Bargeld B (€/HUF/RSD/RON/BGN), Bikeline Führer, EC-Karte, Faltkarten Eurovelo 6, Garmin Oregon, Generalkarte (gedruckt), iPad (mit USB-Kabel, Generalkarte, Scan v. Bikeline), iPhone M, iPhone R (+USB-Kabel + kl. NT), KEMO USB-Loader (Rainers Rad), Personalausweise, Phillips USB-Lader (+USB-Kabel), Photobank, Reisepässe, USB Solarpaneel, Sony Cam (+USB-Kabel), Sony Ladeschale (+4 Akkus), SOS A (Kopien Papiere + Bargeld), SOS B (Kopien Papiere + Bargeld), Speicherkarten für Cams, Tagebuch, Überspannungsschutz, USB-4-fach Netzteil, USB-Werk (Monikas Rad), VISA-Card, Wechselkurse wasserfest, weicher Bleistift (oder Fisher-Pen), Weltempfänger, wichtige Adressen 1 und wichtige Adressen 2 

Camping:

2 x Schlafmatten (1,0 kg) , Dosenöffner, Esbitkocher (mit Topf 0,5l + Brennstoff 0,5 kg), Essgeschirr (0,5 kg), Klappmesser, Plane, Schlafsack (1,0 kg), Schlafsack (2,0 kg), Schweizer Messer, Supernova Lampe (+USB-Kabel), Zelt (3,5kg) und Zeltschnur 

Kleidung Monika:

Badeanzug, Klapperl (Flipflops), Regenzeug, Schirmmütze, Schlauchtuch, div. Handschuhe und keine Ahnung, was noch (Frauen!) 

Kleidung Rainer:

1 Paar Handschuhe lang, 1 Paar Schuhe, 1 Schlauchtuch, 2 Paar Handschuhe kurz, 3 normale Unterhosen, 3 Paar Socken, 3 Radlershirts, Armlinge (Sonnenschutz), Badehose, Klapperl (Flipflops), Radlerhose kurz, Radlerhose overknee, Radlerhose lang, leichte Hose (Cargohose), Miefbeutel (Packsack für Dreckwäsche), Radlerjacke blau, Regenzeug, Schildmütze leicht , Schildmütze schwer und Softshell-Jacke 

Medizin:

Cyanacrylatkleber, Desinfektionsmittel, Elastische Binden, Insektenschutz, Kohletabletten, Magnesium, Schmerzmittel (Ibuprofen etc.), UV-Desinfektionsstab, Verbandstasche und Zeckenzange 

Sonstiges:

2 x kunststoffummantelte Stahlseile, 2 x Faltschloss, Klopapier (trocken und feucht), Nitrilhandschuhe, Türstopper-Alarm und 2 x Vorhängeschloss kurz/lang 

Waschbeutel:

2 x Microfaser-Handtuch, Nassrasierer, Po-Creme, Rasiercreme (Tube), Shampoo, Sonnencreme, Universal-Waschbeckenstöpsel, Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnseide und Wäscheleine 

Werkzeug:

2 x Flickzeug, 2 x PITLOCK-Nuss, 2 x Reifenmontierhebel Metall, CO2-Pumpe + 5 Kartuschen, Gabelpumpe, Gabelschlüssel (8/9 - 10/13 - 14/15 - 17 für Pedale), Inbusschlüsselset, Kettennieter, kleine Luftpumpe (Hand), kleine Spitzzange, kleine WaPu-Zange, kleiner Seitenschneider, Multitool, Rollgabelschlüssel (bis 8mm), Schlüsselfeile flach, Schraubenzieher umsteckbar, Seilsäge, Speichenschlüssel, Torx-Schlüsselsatz, wasserfreie Handreinigungspaste und Ritzelwerkzeug Rohloff 

Ersatzteile:

1 Satz Scheibenbremsbeläge, 1 Set SPD cleats, 1m Bindedraht, 1x Faltmantel (Marathon Racer weil leicht), 2 Ersatzzüge Rohloff, 2 x Schlauch 622/47-60, 2 x Speiche Monika hinten (+Nippel), 2 x Speiche Monika vorne (+Nippel), 2 x Speiche Rainer vorne (+Nippel), 4 x Speiche Rainer hinten (+Nippel), 20cm Lochband, Ersatzachse 130mm (+ Zwischenstück auf 100mm), Ersatzkabel, Ersatzkette, Gaffatape, Getriebeöl 75ml, Haken für IDEALE-Taschen, Isolierband, Kabelbinder, Kettenöl, Kettenschloss, Lagerfett, Rohrschelle, Schaltzug Alfine11, Schrauben + Zub. M5/M6, Schrumpfschlauch, Tube Handwaschpaste und Ersatzmuttern für Alfine11-Achse