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Dieser Bericht ist aus Zeitmangel noch lange nicht fertig. Deswegen möchte ich auf meinen Blog verweisen, wo eigentlich alles drin steht (mit Bildern). Man muss beim Blog nur erst einmal ganz nach unten scrollen, weil dort mittlerweile auch andere Einträge drüber sind.

www.headroomx.wordpress.com

 

 

 

 

Es sind noch 8 Tage bis zum Start nach Nantes, noch nichts ist gepackt!

Aber was soll’s, wird schon werden...

 

Alles eingepackt!

Letztendlich wurden dann drei Packtaschen von Monika in der orangen Tasche verpackt/gegurtet und eine Packtasche nimmt sie als Handgepäck. Zusätzlich nimmt sie eine ordinäre Handtasche mit.

Ich habe eine meiner Packtaschen leer gelassen und flach gemacht, dafür dann das Zelt, zwei Packtaschen und Monikas Box zu einem Paket geschnürt, mit blauer Plane eingewickelt und gegurtet. Ein Packtasche nehme ich als Handgepäck und meine Box als Handtasche.

Gewichtsmäßig hat das orange Packet 17kg, das blaue Paket 24kg, beide Handgepäck-Packtaschen je 5kg und meine Box unter einem Kilo. In Summe haben wir also 52kg dabei. Macht auf der Tour ein Gepäckgewicht von 26kg/Rad ohne Getränke und Lebensmittel. Wir werden besser, letztes Jahr waren’s noch 30kg/Rad

Die Fahrräder sind schon verpackt und gehen als Sondergepäck. Je Fahrrad maximal 32kg, was kein Problem ist.

 

 

27.05.2016: Die Franzosen streiken, wir warten 

Ok, alles eingecheckt, aber wegen dem Streik in Frankreich ist unsere Maschine noch nicht da. Schauen wir mal, ob wir nicht noch am Airport München übernachten müssen. Wenigstens sind die Fahrräder problemlos eingecheckt worden.

14:50…neue Abflugszeit 16:40…

Kurz vor 20:00 gelandet, bis 21:30 gebraucht, um alles auszupacken und zusammenzubauen. Dann los… Hotel suchen. Wir finden eines und sind um 22:30 im Zimmer.

 

28.05.2016: Von Nantes zum Atlantik 

Morgens im Hotel ein schönes Frühstücksbuffet. Ich habe doppelt soviel gegessen, wie gut ist und nur halb soviel, wie ich gerne hätte… 

Wir dann um 9:30 los. Vorbei an verbrannten Autoreifen und Blockaden, denn die streikenden Franzosen machen richtig Rabbatz. Das kennen wir aus Deutschland eher nicht. Wir haben auch einige Enduroeinlagen gemacht, weil Monika wieder ganz besondere Wege fahren wollte. Dafür durften wir dann die voll bepackten Räder über Felsen tragen.

Mittags gönnten wir uns einen Kaffee. Später kauften wir in einem Supermarkt zu trinken und ein wenig Obst. Ab 16:00 zog ein Gewitter hinter uns her, kam aber Gott sei Dank nicht über die Loire. In Saint Brevin angekommen haben wir uns auf dem Campingplatz ein Mobilhome für 2 Tage gemietet. Dann nochmal einkaufen gegangen, Obst zum Abendessen und gut war. Kurz drauf war das Gewitter bei uns, aber wir waren im Trockenen!

Ach ja, es waren sehr wenig Autos unterwegs, ein Vorteil des Streiks.

 

29.05.2016: Regen, Bunker und Strand 

Morgens zum Supermarkt, ein paar Eclairs und Obst gekauft. Frühstück bestand dann aus Kaffee und Eclairs, nicht gesund, aber gut! Anschließend machte Monika auf der Treppe vom Mobilhome einen Abflug. Die Stufe war einfach verfault. Auf den Schreck nochmal einen Kaffee.Mittag sind wir dann los, mit den Fahrrädern auf den Strand und diesem rund 10km entlang geradelt. In Frankreich kein Problem, auf Sylt hätten wir dafür Knast gekriegt? Jedenfalls haben wir Muscheln gesammelt. Leere natürlich! Es war ablaufendes Wasser, also Ebbe, und wir sahen jede Menge angespülter Quallen. Sind ganz schön groß die Viecher!Auch passierten wir jede Menge Gebäude, Marke Wehrmacht. Die stehen bis heute, hat noch keiner weggemacht. Bei uns in Deutschland gibt es sowas eher nicht mehr, haben die Alliierten alles weggesprengt.Irgendwann drehten wir um und fuhren auf kleinen Strassen und Wegen zurück. Mit unserem Nachbarn kamen wir ins Gespräch, was heisst Gespräch… mangels sprachlicher Fähigkeiten war es eher ein pedi-manuelle Unterhaltung, aber es ging!Zu Guter letzt machte unser Nachbar auf der gleichen Stufe einen Abflug, wie Monika. Da es sich wieder eingeregnet hatte, blieben wir im Mobilhome, aßen noch ein wenig Käse, Weinteauben und Ananas. Das war unser Abendessen. Danach gabs noch ein wenig Pennerglück (Wein). Monika ging um 19:00 ins Bett... ich nicht, so mitten am Tag!

30.05.2016: Von Saint Brevin nach La Varenne

Da es die ganze Nacht regnete, hatten wir morgens keine Eile: Alles stand unter Wasser, aber wenigstens regnete es nicht mehr! Zum Frühstück gab es Obst. Um halb zwölf kamen wir weg. Wir folgten der Küstenlinie und dann immer Loire. Um 13:00 tranken wir einen Kaffee und bestellten uns ein Sandwich. Das war pro Portion ein halbes Baguette mit Thunfisch, Salat und Mayonnaise drauf. Das war dann unser Mittagessen. Irgendwann machten wir nochmal Halt und aßen jeder ein Croissant, die wir morgens gekauft hatten. Danach ging’s mit der Fähre auf die andere Seite. Wir erreichten Nantes. Das war Stress… nicht das radeln, denn es gibt dort viele und gute Radwege, sondern der Verkehrslärm nervt unheimlich. Danach wurde es wieder ruhig. Wir wollten noch irgendwo etwas zum Abendessen kaufen, aber nix zu sehen oder noch nicht offen, da es noch keine Saison ist. Wir fanden einen Campingplatz in La Varenne, auf dem wir mit einem Holländer die einzigen Gäste sind. Zahlen braucht nicht, keiner da! Im Ort gibt es auch nichts, also bestand unser Abendessen aus ein paar Trauben, 2 Äpfeln und 2Kiwi. Dazu gab’s Kaffee…

31.05.2016: Von La Varenne nach Sainte Gemmes sur Loire

Morgen ewig zum Packen gebraucht. Dann los. Wir wollten nur 60km fahren. Mittags im Supermarkt für den Tag gekauft.Alle Campingplätze, die wir anfuhren, waren wegen Überflutung oder wegen drohender Überflutung geschlossen. Endlich finden wir einen nach über 80km, der noch offen ist in Sainte Gemmes sur le Loire. Das Wasser steht bis zur Unterkante, aber wir suchen uns einen erhöhten Platz. Aufgebaut im Regen... nicht lustig! Monika duscht und geht ins Bett. Ich setze mich in die Campingplatzküche und unterhalte mich mit meinen Mitcampern, einem Engländer, einem Neuseeländer und einem Franzosen. Es war ein lustiger Abend und es wurde zwölf…

01.06.2016: Von Sainte Gemmes sur Loire nach Montsoreau

Am Morgen wird der Zeltplatz geräumt. Wir also los. Unser Tag war eigentlich nur von Flut-Ausweichmanövern geprägt. So fuhren wir auch viel durch das Hinterland, natürlich nicht schön flach, sondern bergauf-bergab. Die meisten Campingplätze waren überflutet. Vorbei an Championzuchten und Höhlen und Sektkellereien erreichten wir nach 72km Montsoreau. Der Campingplatz war offen und. Wir entschieden uns für einen

Biwak, ein festes Zelt auf hohen Stelzen. 34 Euronen war uns der Spass Wert. Die Loire sollte kommende Nacht auch hier über die Ufer gehen, aber wir waren ja 2m über Grund. Die Räder hätten wir, falls nötig, auf den Tisch gestellt.

02.06.2016: Von Montsereau nach Tours

Morgens ging auf unserem Campingplatz das Wasser bis zum Zaun, 2 m von uns weg, aber wir waren trockenen Fußes. Kurz vor unserer Abfahrt gab es einen sehr heftigen Platzregen. Naja, fängt ja schon gut an…

Also wir los! Allerdings stellten wir schnell fest, dass die Auen, und nicht nur die, überflutet waren. So waren wir gezwungen, die Höhenwege zu nehmen. Also wieder bergauf-bergab. Wenigstens sahen wir so die Kirche in St. Martin. Es gab noch viele Kirchen und Schlösser auf unserem Weg. Wir fuhren weiter und hatten uns entschlossen, auf der Dammstrasse nach Tours zu fahren. Leider war auch diese bei der Brücke über den Indre unpassierbar. Wir mussten also nach rechts ausweichen. Leider war die nächsten 40km jede Brücke über den Indre überflutet, bzw. die Landschaft komplett unter Wasser. Dank den guten Rat einer netten Französin bekamen wir einen Tip, wo wir drüber könnten, obwohl die Strasse gesperrt sei. So schafften wir es, trotz nasser Füsse, den Indre zu queren. Bis 5km vor Tours wurde noch geradelt, dann quartierten uns in einem Rulotte (eine Art Zigeunerwagen) ein.

03.06.2016: Tours (Pausentag)

Erstmal ausgiebig gefrühstückt, dann Monikas Rad repariert (da knarzte was). Ich fand eine lockere Gepäckträgerbefestigung. Die Pause nutzten wir, um zu waschen, damit die Wäsche dann auch trocknen kann. Nachmittags sind wir mit dem Rad nach Tours rein: Immer noch Überschwemmungen an der EV6! Über eine Fußgängerbrücke kamen wir über den Cher in die Altstadt. Wir besuchten die Basilika und das Grab des heiligen Martin. Ja, der mit dem Mantel… Ein kleines Geschäft fiel uns auf, in dem es wunderbare Figuren gab. Wäre eine Sünde Wert gewesen, aber waren Handarbeit und viel zu groß, um auf dem Rad mitzureisen.Auf dem Rückweg nahmen wir auf einem Bauernmarkt Käse und Walnussbrot mit. Wieder am Campingplatz nutzten wir den beheizten Pool. Danach ab in unseren Roulotte und Abendessen, Käse mit Walnussbrot und Wein dazu.

04.06.2016: Von Tours nach Blois



Wir brauchten am Morgen eine Weile, um unser ganzes Zeug zu packen. Obwohl wir um 7:00 aufgestanden sind, kamen wir erst um 10:00 weg. Der Tag war gekennzeichnet von Ausweichmanövern und Höhenwegen (auf die man erst einmal raufkommen muss).Durch Tours ging es ganz gut, aber ab la Ville aux Dames war wieder vieles Land unter. In Montlouis sur Loire machten wir Mittag vor einer dieser Kirchen, wie wir sie aus Mantel- und Degenfilmen kennen. Die Aussicht war auch nicht schlecht. Ab da jedenfalls fuhren wir überwiegend Höhenwege. Lieber immer leicht rauf und runter, als ganz runter und feststellen, dass der Weg gesperrt ist. Erst im Amboise fuhren wir wieder runter. Eine schöne Stadt mit viel Touristen. Wir weiter, wieder auf Höhenwegen. Dazu mussten wir den steilen Burgberg bis oben rauf. Ich habe es gemacht wie Gimli, Gloins Sohn: weiteratmen, einfach weiteratmen! Oben trafen wir ein französischen Pärchen, mit denen wir uns austauschten, so erfuhren sie von uns, was unpassierbar ist und wir von ihnen das Gleiche für unsere Richtung. So ist die Brücke über den Beuvron bei Candé unpassierbar. Wir mussten uns was überlegen. Sie empfahlen uns, einen Ort vorher, bei Chaumont sur Loire die Loire zu queren und auf der Strasse nach Blois zu fahren. Wir wollten lieber bis zum Campingplatz von Candé sur Beuvron fahren, dann Übernachten und morgen eruieren, wie wir weiterkommen, denn in Blois gibt es zwar zwei Campingplätze, aber die liegen in den Auen, sind also vermutlich angesoffen.Angekommen in Chaumont sur Loire sahen wir uns den dortigen Campingplatz an. Das Wasser begann gleich bei der Schranke. Wir trafen auch ein deutsches Pärchen mit Ikea-Ausrüstung, Handy-Navigation und Strassenkarten. Reicht, wenn man Auto fährt, mit dem Rad ist das gewagt. Nunja, wir entschlossen uns, dem Rat des französischen Pärchens zu folgen. Der Rest ist kurz erzählt, wir querten die Loire und radelten in Rekordzeit auf der Bundesstrasse nach Blois. Dort nahmen wir ein Hotelzimmer.

 

05.06.2016: Von Blois nach Jargeau

Im Hotel haben wir noch gut gefrühstückt. Wieder auf dem Zimmer genoß ich nochmals den Blick auf die historische Stadt. Dann noch die Imperiale Standardprozedur durchgeführt (vor dem Abflug alle Abfälle entsorgt) und um 10 ging’s los.
Bis Beaugency nahmen wir die Bundesstrasse. Ab dort schien die EV6 wieder passierbar. Also fuhren wir der Loire wieder entlang, bis wir Orleans erreichten. Natürlich sahen wir uns die Kathedrale an. Ein imposantes Bauwerk, von außen, wie von innen! Dann folgten wir weiter der Loire, danach einem Kanal. Den Campingplatz, den wir geplant hatten, war in Checy. Plötzlich war wieder „Route barre“! Ein Gespräch mit den Damen an der Absperrung machte uns klar, dass der Campingplatz maximal zum Tauchen taugt.
Also wieder hoch auf die Strasse und mit Schmackes nochmal 10km hingelegt. Mittlerweile war es kurz vor acht, als wir den Campingplatz in Jargeau erreichten. Der war benutzbar. Obst, Brot und Käse zum Abendessen, ein Bier dazu… Gut Nacht!

 

06.06.2016: Von Jargeu nach Gien


Das Einpacken in Jargeau war langwierig. Es gab nichts, wo man hätte etwas trocken ablegen können. Um 11 erst los. Frühstück: ein Apfel jeder von uns.
Kurz nach dem Start war es Monika nicht besonders gut. Das zog sich so den ganzen Tag.
Wir trafen einen Radler von Jersey (Kanalinseln) und tauschten unsere Wegkenntnisse aus.
Wir hatten nichts zu essen und es gab keine Supermärkte. Die kleinen Geschäfte haben Montags zu. Wir erreichten Gien und fanden einen Campingplatz. Dort nahem wir uns einen Biwak. Die Aussicht war toll. Ich fuhr noch einkaufen, denn Gien hat einen Supermarkt. Abends sassen wir dann ein wenig mit einem Paar aus Australien zusammen und unterhielten uns.

 

07.06.2016: Von Gien nach Sancerre


Am Morgen war noch nicht so recht klar, ob wir fahren oder noch eine Nacht bleiben, denn Monika war noch nicht recht fit. Letztendlich entschieden wir uns zur Fahrt. Tagesziel hatten wir keins. Plötzlich sahen wir eine komische Brücke über die Loire. Als wir näher kamen, war es die Kanelbrücke von Briare. Eine Brücke mit einem Kanal querte die Loire. Wir querten auf dieser Brücke ebenfalls die Loire. Auf der anderen Seite genehmigten wir uns ein Eis. Wir blieben dann auf dieser Seite. Etwas später trafen wir ein deutsche Ehepaar, die uns erzählten, um 4 sei der große Sturm angesagt. Da es 2 war, erschien mir unser Handlungsspielraum beschränkt. Wir nahmen uns vor, bis Belleville zu fahren. Das taten wir und erreichten um 15:30 Belleville. Den Campingplatz fanden wir auch. Aber an diesem Ort gefiel uns gar nichts. Der Campingplatz war auch nicht so der Brüller, also wollten wir bis nach Bannay weiterfahren. Dort angekommen, existierte der einzige Campingplatz dort auf unserer Karte.da, wo er sein sollte, war Buschwerk! Also weiter Richtung Sancerre. Dort fanden wir um 17:00 den Campingplatz und nahmen einen Biwak. Es ist gerade 21:00 und der Sturm ist immer noch nicht da. Das wollte ich nur mal so gesagt haben…

 

08.06.2016: Von Sancerre nach Nevers:


Wir kamen morgens nach gutem Frühstück um 10:00 weg. Gleich am Anfang trafen wir zwei Schotten und unterhielten uns kurz. Der Tag selbst war langweilig, weil wir immer jur links und rechts von Kanälen entlang fuhren. Einzige Highlights waren ein Bauerhof, auf dem wirklich jedes Tier war, wie Schweine, Pfauen, Enten, Gänse, Pferde, Esel und Truthahn. Alles lief im Freien rum. Wenn Tiere Glück empfinden können, dann bestimmt diese hier. Zweites Highlight war wieder eine Kanalbrücke mit Mehrfachschleusen bei Cuffy. Kurz drauf trafen wir einen Waliser. Mit ihm beratschlagten wir, welchen Campingplatz man am besten anfahre. Wir entschieden uns für Nevers, er für einen, 10km weiter. Mehr gibt es in der Gegend nicht. Wir erreichten Nevers uns gingen dort auf den Campingplatz. Er ist nicht schön, aber für eine Nacht reichts. Danach sahen wir uns noch die Kirche an und kauften ein. Als wir zurück kamen, war auch der Waliser da. Er sagte uns, der nächste Campingplatz existiere nicht. Nunja, ist uns auch schon passiert…

 

09.06.2016: Von Nevers nach Decize

…oder: wie man schwach anfängt und stark nachlässt!

Wir standen um 7 auf, um ja früh fahren zu können. So wollten wir alles packen und dann erst frühstücken. Leider war die Wiese nass bis in die Grasnarbe, sodass nichts trocknete. Nicht nur bei uns, auch bei allen anderen Radlern und Backpackern. Zum kotzen. Letztendlich um 9:00 alles halbwegs trocken verstaut, dann gefrühstückt. Abfahrt irgendwann um kurz vor 10! Aber irgendwie war es nicht unser Tag. Irgendwann touchierte Monika meine hintere Packtasche und drückte mich an eine Mauer unter einer Brücke. Die Durchfahrt war einfach schmäler, als wir dachten. Ich schrappte mit meiner vorderen linken Packtasche die Mauer entlang. Gott sei Dank nicht mehr passiert, aber meine linke vordere Packtasche hat ab heute keine Aufsatztasche mehr. Um 12:00 machten wir eine Stunde mittag, mit Kaffee kochen und so weiter. Die nächste Stadt war Decize. Danach wären über 50 km keine Städte oder Campingplätze gekommen. So haben wir uns entschlossen, in Decize einen Pausentag einzulegen, um ein wenig zu entspannen und Wäsche zu waschen. Wir nahmen uns ein Mobilhome für zwei Nächte. Dann radelten wir noch zu einem Supermarkt. Der hatte wirklich fast alles, aber eine Ordnung, wie Krempoli! Eineinhalb Stunden später waren wir fertig mit Einkaufen. Dann konnte mein Bikebuddy-Flaschenhalter zeigen, was er alles transportieren kann… Da staunten sogar die Franzosen.

 

10.06.2016: Decize (Pausentag)


Ersteinmal haben wir gut ausgeschlafen und gefrühstückt. Danach sind wir auf den Bauernmarkt und haben Obst gekauft. Und wir ließen uns hinreissen, ein Brathuhn zu kaufen. Ich sage absichtlich nicht Hähnchen, denn wenn das ein Hähnchen wär, gäbe es uns Deutschland nur Grillküken! Ein Hälfte haben wir zu Mittag gegessen, die zweite frieren wir ein und nehmen morgen als Wegzehrung mit. Es dürfte Mittags wieder aufgetaut sein. Ich habe mir auch ein Opinel gekauft, ein zweites für jemanden, dem ich schon sehr lange ein Messer schulde. Nachmittag habe ich noch Getränke für morgen besorgt. So sind wir morgen lebensmitteltechnisch unabhängig. Gegen Abend gab es dann ein Cassoulet. Bohnen mit allen Sorten Fleisch von der Ente, Wurzelgemüse und Tomaten. Das war so gut, dass es weg war, bevor ich es photographieren konnte! Wenn man Knochen findet, sollte man sie wieder ausspucken. ;-)  Heute Abend packen wir alles so weit möglich, um morgen zeitig fertig zu sein. Das morgige Tagesziel beträgt 120km. Wir werden sehen. Gerade hat es angefangen zu regnen, hoffen wir, das es morgen nicht regnet.