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Erbaut 2002, Bauzeit ca. 200 Stunden 


Ein HowTo gibt es hier! 

Wie kam es dazu und was kann das Ding! 

Der V8 war kein Schnellschuß, sondern die Idee ist langsam gereift und der Entschluß war nicht leicht, ein derartiges Werk anzugehen. Daß der V8 so einen durchschlagenden Erfolg haben würde, ließ ich mir nie träumen. Ich habe ihn für mich gebaut und nicht für irgendeinen Wettbewerb. Die Ankündigung der DCMM kam erst später, als der V8 schon in Arbeit war. 

 

Ideensuche 

Tja, da hatte ich doch schon lange eine Idee: Ich wollte ein V8-Case bauen. Nur leider viel mir keine vernünftige Lösung ein, wie man den Case-Grundkörper mit einem Aufwand bauen kann, der sich im Rahmen hält. Alles was mir einfiel, waren so Konstruktionen wie scheibchenweiser Aufbau aus einer Holz/Alu-Mischkonstruktion. Das wäre gegangen, aber der Aufwand überträfe alles Dagewesene. Also war’s nicht so der Knaller und ich ließ es bleiben. Dann baute ich das Beast. Ist ja auch nicht schlecht geworden, entspricht aber nicht ganz dem, was ich ursprünglich wollte. 


Nun stand eben wieder einmal der Bau eines Cases an und ich musste mich zwischen verschiedenen Optionen entscheiden: 

Erste Idee: Tubular Dreams 

Das wäre ein Gestell gewesen aus einem Cu-Rohr (Durchm. ca. 25mm), das mit Frigen gefüllt ist, oben ein großer Kühlstern am Rohr und in der Mitte wäre eine Cu-Platte aufgelötet gewesen, an der mit 4 Schrauben das MoBo genau an der CPU drangeschraubt wird. Das heißt, der Kühler würde das ganze MoBo halten. Gemacht hab ich’s dann deswegen nicht, da die Konstruktion technisch (mit dem Heatpipe-Prinzip) zwar gigantisch gewesen wäre, aber die Optik einfach zu unausgewogen gewesen wäre. 

 

Zweite Idee: Ein Cube 

Hat was für sich, ist aber optisch nur in engen Grenzen gestaltbar. Außerdem gibt es kaum noch ein Cube, was nicht schon mal da war. 

 

Dritte Idee: Motor ausfräsen 

Die Idee war, einen alten luftgekühlten Motorradmotor innen leerzufräsen und da einen PC reinzubauen. Aber wer fräst mir das und außerdem ist Platz zu Nutzen-Verhältnis bescheiden. 


Vierte Idee: Doch einen V8! 

Meine Idee mit dem V8 war mir ja nie aus dem Kopf gegangen, aber immer wieder wegen zu hohem Aufwand verworfen. Bis ich dann mal mit Shame zusammensaß. Shame ist der Sohn eines Freundes und war aktiver Counterstriker (und das nicht schlecht, hat immer gute Tips). Jedenfalls saßen wir so und redeten über meinen nächsten Mod und blätrööt usw.... Plötzlich hat’s bei mir Dingelingeling gemacht: 
Warum sollte ich ein V8 Cases neu bauen? Ein V8-Motor sind zwei zusammengefügte 4-Zylindermotoren. Also füge ich doch einfach zwei MiniTower zu einem V zusammen und brauch nur noch ne Ölwanne druntermachen. 
Das war’s, so begann’s! 


First Pictures! 

Diese Zeichnung stellt die Idee, den Plan und den Eindruck dar. Mehr wurde nie gezeichnet! 

 

Hardware (Alle Ortsangaben von vorne aus gesehen) 

Linker Schenkel: 
MSI KT4 ULTRA-BSR 
AMD XP-Thoroughbred 2200 
512MB DDR-RAM PC333, CL2,5, Samsung 
Geforce 4 (ASUS V8420) mit 128MB 
NIC 
TV-Card 
2 x 20 GB Maxtor 
1 x 60 GB Western Digital 
1 x 30 GB Seagate 
1 x DVD (8fach, reicht) 
1 x LS120 
Enermax 435 (nix mit PFC) NT innen mit 28 ultrahellen LED beleuchtet 
Vorne oben in der linken Frontblende (der senkrechte dunkle Streifen ist ein LEDmeter (CPU-Auslastungsanzeige)) 
CPU, GraKa und Chipset wassergekühlt. (CPU parallel zu GraKa/Chipset) 

Rechter Schenkel: 
Shuttle Spacewalker HOT591P (Baby-AT mit ATX Funktionen). Einbaulage Rücken an Rücken (aber 180° verdreht) mit anderem MoBo 
AMD K6-2/450 ohne Heatspreader (Deckel entfernt) 
150MB SD-RAM PC100 
RIVA TNT 16MB 
CMD UDMA100 IDE Controller 
NIC 
ESS-Soundcard mit integrierten Verstärker (SPK-out/Line-out/Line-in/MIC) 
1 x 40 GB Maxtor 
1 x Phillips 8fach-CDRW 
1 x Noname 44x CDROM 
HEC 300W (auch nix PFC) auch NT innen mit 28 ultrahellen LED beleuchtet 
Vorne oben in der rechten Frontblende (der senkrechte dunkle Streifen ist ein LEDmeter (CPU-Auslastungsanzeige)) 
Alles ist Passiv gekühlt, die CPU verfügt über einen Windtunnel. 
Vor dem MoBo, unter dem 5 1/4"-Bay ist ein 5 Port-Switch eingebaut. 
Alle Anschlüsse sind auf der Rückseite nach außen geführt. 

 

Aufbau 

Oben: 
8 Ansaugtrichter (Fake) 
1 Reservoir (Billig-Edelstahldose vom Supermarkt, mit zwei angeschweißten Stutzen. 

Front unten: 
CU-Radiator (schwarz lackiert) 
Lüfterrad von DKW-Munga, ca. Bj.57 mit kleinem Getriebe un Motor als Antrieb 

Bedienpanel: 
Drei Lotus-Armaturen: 
Links und mitte zeigen die 12V der NTs an (eingeeicht) 
Rechts zeigt die Temperatur des passiven Kühlkörpers des rechten Schenkels. 
Linker Schalter drunter: Start links 
Daneben: Schlüsselschalter 
Reihe drunter links: Lüfter Radiator innen und Boden 12/7Volt 
Kleiner schwarzer Knopf daneben: Startsound aktivieren 
Kipphebel mitte: Soundblaster Lautstärke 
Kleiner schwarzer rechts davon: Start rechts 
ganz rechter Knopf: Lüfterrad an/aus 

Ölwanne: 
5 Watt-Verstärker 
Digitales Soundmodul mit selbstaufgezeichneten Startsound 
Nova Pumpe 
Konverter 12/24Volt 
versch. Lastwiderstände zum eineichen der Lotus-Instrumente 
Ein Rattennest voll Kabel 


Der Lohn: Erster Platz auf der DCMM 2002 (Deutsche Casemod Meisterschaft)